Stellen Sie sich einen Mensch vor, der neben der Schule keine weiteren Bildungsmöglichkeiten nutzen konnte. Was sehen Sie vor sich? Jemanden, der viel gelernt hat: Englisch, Mathematik, Biologie .... Nun soll dieser Mensch sein Wissen im Leben und Beruf anwenden: er muss sich eine eigene Meinung bilden, soll Entscheidungen treffen, will Teams leiten, soll Konflikte lösen ... Was davon wird ihm mit seinem umfangreichen schulischen Wissen gelingen? Sicherlich ist die Sichtweise sehr pessimistisch, nähme man an, ihm gelänge nichts. Aber in der Tat wird er sich schwer tun, da die Schule eher vermittelt, sich unterzuorden (statt eigenständig zu handeln), auswendig zu lernen (statt sich eine eigene Meinung zu bilden), sich konform zu verhalten (als Dinge zu hinterfragen), passiv aufzunehmen (statt aktiv zu sein, Verantwortung zu übernehmen). Hier setzt die Jugendarbeit einen Gegenpunkt. In der Jugendarbeit wird inhaltlich an den Fragen angesetzt, die jungen Menschen auf den Nägeln brennen. Sie bestimmen selber, wo und wie sie aktiv werden. Sie initiieren selber Projekte, planen diese und führen sie durch.
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