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Die erste Ausgabe des Meteorit im Jahr 2010 beschäftigt sich mit dem Thema Sucht. Das Motto LEBEN SUCHT GENUSS der Jugendseelsorgetagung der kja im November des vergangenen Jahres weist darauf hin, dass wir uns in unserem Leben auf einer ständigen Suche befinden. Wir sehnen uns nach etwas. Dieser Zusammenhang findet sich so im Wort Sehn-Sucht wieder. Es müssen aber nicht immer nur neue Erfahrungen, Ziele oder Herausforderungen sein, nach denen wir streben. Vielmehr suchen und sehnen wir uns nach viel grundlegenderen Dingen: Liebe, Geborgenheit, Anerkennung, Verlässlichkeit, Respekt oder Aufmerksamkeit. Was passiert aber, wenn ich diese nicht finde oder erfahre? Ich suche nach Ersatz (-befriedigungen), um meine Bedürfnisse zu stillen. Doch diese Art der Bedürfnisbefriedigung ist nicht ausreichend und in den meisten Fällen nur kurzfristig. Also suche ich weiter oder konsumiere den Ersatz intensiver. Der Weg in ein Suchtverhalten scheint vorprogrammiert. Wie Sie es vom Meteorit gewohnt sind, versuchen wir das Thema von verschiedenen Seiten zu betrachten. Im Grundsatzartikel stellen wir die Suchtberatungsstelle der Caritas in Haßfurt vor und erfahren, dass die Grenze zwischen einem Spleen und einem möglichen Suchtverhalten häufig sehr schwammig ist. Die Zahlen des Drogen- und Suchtberichts der Drogenbeauftragten der Bundesregierung belegen, dass es hinsichtlich der Tabak- und Alkoholprävention noch viel zu tun gibt, auch wenn die Zahlen bei Jugendlichen leicht rückläufig sind. Aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten wir das weite Feld der sogenannten Computersucht. Hierzu passend gibt es einen Gastbeitrag vom Medienfachberater des Bezirksjugendrings Unterfranken, Lambert Zumbrägel. Wo endet eigentlich der maßvolle Genuss und ab wann beginnt die Sucht? Was findet sich eigentlich dazu in der Bibel? Zwei Artikel (Pfarrer Stroh und Main-Post Interview) versuchen darauf Antworten zu geben. Der letzte Beitrag im Thementeil beschäftigt sich mit der Frage der Co-Abhängigkeit, warum Angehörige oder Freunde von Suchtkranken durch ihr Verhalten eine frühzeitige Therapie verhindern – wider besseren Wissens. Abschließend, um den etwas trockenen Thementeil aufzulockern, bieten wir einen kleinen Einblick in die Szenesprache, liefern Rezepte für alkoholfreie Cocktails oder zeigen Kurioses rund ums Thema. Lukas Hartmann, BDKJ-Referent
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