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	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers"><channel><title>Nachrichten</title><link></link><description></description><language>de-DE</language><copyright>Diözese Bistum Würzburg</copyright><pubDate>Mon, 15 Jun 2026 16:16:20 +0200</pubDate><lastBuildDate>Mon, 15 Jun 2026 16:16:20 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://www.bdkj-wuerzburg.de/themen/soziales-und-solidaritaet/partnerschaft/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-52853</guid><pubDate>Thu, 13 Oct 2022 14:26:22 +0200</pubDate><title>Reise ins Partnerbistum Óbidos</title><link>https://www.bdkj-wuerzburg.de/detailansicht-nachrichten/ansicht/reise-ins-partnerbistum-obidos/</link><description>Auf dem schimmernden Amazonas im Boot fahren. Unter Palmen durch den Regenwald streifen. In Hängematten übernachten. Wie sich das anfühlt, wissen die acht Brasilien-Rückkehrer. Die jungen Erwachsenen aus dem Bistum Würzburg sind in diesem Sommer von einer Jugend-Partnerschaftsreise zurückgekommen. Zwei Wochen lang waren sie eingetaucht in das Leben Amazoniens – und hatten sich auch ins Wasser gewagt.</description><enclosure url="https://www.bdkj-wuerzburg.de/fileadmin/Bistum_Folgeseiten/BDKJ_Wuerzburg/Bilder/P1070547.JPG" length="720761" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>„Braun.“ Dieses Wort fällt Eva-Maria Wirthmann als erstes zur Frage ein, wie der Amazonas aussieht. Ja, der Fluss sei riesig, bestätigt sie. Oft sehe man vom Boot aus das andere Ufer nicht und fühle sich wie auf dem Meer. Aber das Wasser des Hauptstroms kam ihr trübe vor. Und in diesem Wasser hat sie gebadet? „Es gibt Badestellen, da ist das Wasser klarer. Mehr an den Seitenflüssen“, erklärt Paula Klafke. Das Baden im Fluss ist ihr im Gedächtnis geblieben.</p><h3>Mit dem Boot unterwegs</h3><p>Kühlendes Wasser tat gut bei der tropischen Schwüle, die die Brasilien-Reisenden begleitete. Eva-Maria Wirthmann aus Wernfeld und Paula Klafke aus Zell am Main sind beide 19 Jahre alt und jetzt vertraut mit dem Amazonas-Tiefland. Verschiedene Orte im Würzburger Partnerbistum Óbidos hatte die Gruppe besucht und dabei viele junge Leute aus der Gegend getroffen. Eingeladen hatten der Würzburger Diözesanverband des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Diözesanstelle Weltkirche.</p><p>Weil die Stadt Óbidos am Wasser liegt, fuhren die Reisenden oft mit dem Boot. Wellen bringen Boote ins Wanken, und beim Einsteigen müssen Fahrgäste manchmal akrobatisch über ein anderes Boot steigen. Daher fiel eine Teilnehmerin anfangs beim Einsteigen gleich mal ins Wasser. Kleines Pech, aber kein Stimmungskiller. Die brasilianische Kultur half dabei, die Dinge locker zu sehen. „Sie singen, tanzen und klatschen viel mehr“, stellt Eva-Maria Wirthmann fest, wenn sie Brasilianer und Deutsche miteinander vergleicht.</p><h3>Viele Begegnungen</h3><p>Bei der Ankunft in Óbidos wurden die Gäste aus Unterfranken mit Jeeps abgeholt und zum Haus von Bischof Bernardo Johannes Bahlmann gefahren. Sechs junge Einheimische in traditionellen grün-weiß-roten Kleidern tanzten für die Gäste den Carimbó, einen in Nordbrasilien beliebten Tanz. Um sich zu revanchieren, hatten die Reisenden einen Tanz einstudiert, den sie öfter vorführten. Tanzen, Singen und Spielen habe alle zusammengeführt, erzählen Paula Klafke und Eva-Maria Wirthmann. Dadurch habe sich das Sprachproblem gelöst. Der einzige in der Gruppe, der Portugiesisch sprechen konnte, war der frühere „weltwärts“-Freiwillige Marius Amrhein. Er leitete die Reise gemeinsam mit der ehrenamtlichen BDKJ-Diözesanvorsitzenden Vanessa Eisert.</p><p>Bei ihren Besichtigungen und Begegnungen haben Eva-Maria Wirthmann und Paula Klafke ein Bild von Brasilien bekommen. Sie erzählen: Außerhalb der Stadt Óbidos leben die Menschen kilometerweit verstreut. Wer eine weiterführende Schule besuchen will, muss in die Stadt ziehen, falls die Familie sich das leisten kann. Kinder helfen in der Landwirtschaft mit, etwa beim Anbau der Maniok-Pflanze. In der Stadt Juruti sah die Gruppe den großflächigen Abbau von Bauxit, der zu Lasten des Regenwaldes geht. Viele Menschen seien jedoch froh, wenn sie irgendwie Arbeit bekämen, erläutert Eva-Maria Wirthmann.</p><h3>In der Hängematte</h3><p>Sie und ihre Mitreisenden übernachteten in kirchlichen Häusern. In Óbidos in einem Gebäude nahe des Bischofshauses. Und in der Gemeinde Juruti Velho in einem Pfarreigebäude. Dort schliefen sie in Hängematten, die an Balken festgeknotet wurden. „Man muss nur die richtige Schlafposition finden“, erläutert Wirthmann, dann komme man in der Hängematte leicht zur Ruhe.</p><p>Was sie noch an Kenntnissen mitgenommen hat: Das Bistum Óbidos finanziert Gesundheits-, Kultur- und Bildungseinrichtungen. Die Kirche ist für viele Menschen sehr wichtig, junge Menschen bringen sich beim Gestalten von Gottesdiensten ein. Um die einheimische Jugendband zu unterstützen, spielte Paula Klafke beim Gottesdienst in der Kathedrale von Óbidos Karinette, ihre ältere Schwester Sonja steuerte Flötenspiel und Gesang bei. Es war eine besondere Krönung des Festes der Diözesanpatronin Sankt Anna. Einer der wichtigsten Termine im Kirchenkalender von Óbidos – und ein Erlebnis auch für die angereisten Gäste.</p><p><em>Ulrich Bausewein, Würzburger Katholisches Sonntagsblatt</em><br />&nbsp;</p><p>Die Jugendbegegnungsreise wurde gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend</p>]]></content:encoded><category>Startseite</category><category>Partnerschaftsarbeit</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-52851</guid><pubDate>Thu, 13 Oct 2022 13:44:05 +0200</pubDate><title>Internationale Jugendwochen in Mbinga, Tansania</title><link>https://www.bdkj-wuerzburg.de/detailansicht-nachrichten/ansicht/internationale-jugendwochen-in-mbinga-tansania/</link><description>In diesem Sommer fand eine interkulturelle Begegnungsreise zwischen BDKJ, Weltkirche und UVIKAMBI in Tansania statt. Lest hier, welche spannenden Erfahrungen die Teilnehmenden machen konnten!</description><content:encoded><![CDATA[<p>7.30 Uhr in Nkile am Nyassasee: 15 deutsche Teilnehmende sitzen abfahrbereit vor dem Gästehaus. Die Nacht war kurz, die Gesichter sind müde. Nach einer Woche Kennenlernen und Leben hier unten am See soll es gemeinsam in die Bistumshauptstadt Mbinga gehen. Wir stecken mitten in einer dreiwöchigen interkulturellen Begegnungsreise zwischen dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Weltkirche im Bistum Würzburg und den Teilnehmenden der UVIKAMBI, der Jugendorganisation des Bistum Mbinga in Tansania. Während der BDKJ als Dachverband verschiedene Mitgliedsverbände wie Kolpingjugend, Katholische junge Gemeinde (KjG), Katholische Landjugendbewegung (KLJB) oder Christliche Arbeiterjugend (CAJ) vereint, sind alle Jugendlichen, die sich im Bistum Mbinga kirchlich engagieren, automatisch Mitglied der UVIKAMBI. Die Jugendarbeit in Deutschland ist meist von Gruppenstunden und Aktionen wie Zeltlagern geprägt, UVIKAMBI-Mitglieder treffen sich hingegen -mehrmals wöchentlich- zu Chor- und Tanzproben, zur Planung und Durchführung meist landwirtschaftlicher Projekte, zum Sport und zu Gottesdiensten.</p><p>Geduld ist gefragt, denn es dauert noch ein wenig, bis unsere tansanischen Freunde zur Abfahrt bereit sind: sie müssen noch ihre Bettwäsche waschen, bevor es los gehen kann. Überhaupt ist das Motto hier „Pole Pole“, also keine Eile, alles entspannt. Gar nicht so einfach für uns Deutschen, wo wir doch extra früh aufgestanden sind, um pünktlich loszufahren. Beschwichtigt werden wir dadurch, dass die tansanischen Teilnehmenden uns liebevoll mit Tee und Frühstück umsorgen. Denn auch das wird hier groß geschrieben: Gastfreundschaft. Egal ob in der Stadt oder auf dem Dorf: Mit einem herzlichen „Karibu-Willkommen“ werden wir überall hereingebeten und eingeladen.</p><p>Hinter uns liegt eine Woche, in der wir viel darüber erfahren durften, was den tansanischen jungen Erwachsenen wichtig ist, wie ihr Leben aussieht und welche Pläne sie für die Zukunft haben. In den Gesprächsrunden konnten wir auch unsere Lebenspläne und Ansichten vorstellen. Dabei wurde auch klar: Das Leben in Tansania ist an vielen Stellen ganz anders als das in Deutschland. Während bei uns (fast) alles elektrisch und maschinell funktioniert, wird hier noch vieles per Hand gemacht: Vom Kochen über dem Feuer bis zum Wäsche waschen mit der Hand und der pedalbetriebenen Nähmaschine. Beim gemeinsamen Kochen durften wir Deutschen einiges von unseren tansanischen Freund:innen lernen. Selbstverständlich haben auch unsere Männer beim Kochen und Spülen mit angepackt – zur großen Verwunderung der tansanischen Seite. Hier ist Hausarbeit traditionell reine Frauensache.</p><p>Beim Austausch über unsere Zukunftspläne wurden Unterschiede deutlich sichtbar: Während wir deutschen Teilnehmenden alle am Beginn unseres Studien- und Berufslebens stehen, warten einige der tansanischen Personen auch mit abgeschlossener Ausbildung seit mehreren Jahren auf eine freie Stelle und versuchen sich mit einzelnen Projekten über Wasser zu halten.</p><p>Gegen 9 Uhr starten wir unsere Busfahrt nach Mbinga. Für 80 Kilometer Strecke brauchen wir ungefähr 3,5 Stunden über die buckelige Lehmpiste. Nach einem Stopp im Litembo Hospital haben wir kurz Zeit, eine Kaffeeplantage mitten in den wunderschönen Bergen zu besichtigen. Dort sehen wir nicht nur Kaffeesträucher, sondern auch die bereits geschälten Bohnen zur Trocknung. In Mbinga erwartet uns dann das „Jimboni“, das Anwesen des Bischofs, bei dem wir zu Gast sein dürfen. Nach einer Nacht Erholung steht dann unser größtes Highlight an: Jede:r von uns wird das Wochenende bei einer tansanischen Gastfamilie verbringen. Eine solche private Aufteilung auf unterschiedliche Gastfamilien ist eine Neuheit und wir spüren, dass dies auch den Verantwortlichen des Bistums im Vorfeld ein wenig Sorgen macht: Würden sich die Familien der UVIKAMBI Mitglieder auch gut genug um die Gäste aus Deutschland kümmern? Werden die jungen Menschen aus dem Partnerbistum in der Lage sein, mit den einfachen Lebensbedingungen auf dem Dorf zurecht zu kommen? Oder wäre es nicht vielleicht doch „sicherer“ sie unter der Obhut der Pfarrer einzuquartieren? Die wunderbare Zeit und die herzlichen Erfahrungen, die wir alle bei unseren Gastfamilien machen durften, zeigen, dass diese Bedenken unnötig waren.</p><p>In der Gesprächsrunde nach der Rückkehr aus den Gastfamilie zeigt sich, wie unterschiedlich unsere Erfahrungen waren: Während die Einen in entlegenen Pfarreien sechs Stunden von Mbinga Town entfernt unterkamen, erlebten Andere das Stadtleben in Mbinga Town. Während unsere männlichen Teilnehmenden meistens auf Achse waren, tauchten die Frauen wie in den Familien üblich, in den Haushalt ein. Egal bei wem wir waren, die Eindrücke und Erlebnisse waren sehr, sehr prägend für uns!</p><p>Unser Wochenende beenden wir mit einem gemeinsamen Sonntagsgottesdienst, für den wir in der Gemeinde Mpapa eingeladen sind. Dort wird unser Bus bereits in der Einfahrt vom Kirchenchor begrüßt und alle ziehen feierlich tanzend in die Kirche ein. Überhaupt spielen Singen und Tanzen in tansanischen Gottesdiensten eine viel größere Rolle als in deutschen Kirchen. Da muss selbst der größte deutsche Tanzmuffel mal ein wenig mit den Füßen wippen. Als Ausdruck der Gastfreundschaft haben die örtlichen UVIKAMBI-Mitglieder nach dem Gottesdienst traditionelle Tänze für uns organisiert und beschenken uns mit einem Huhn und zwei großen Bananenstauden.</p><p>Was uns auffällt: Gegessen wird, was saisonal und regional verfügbar ist. und nicht was aus anderen Erdteilen eingeflogen wurde: Ugali (Maisbrei), Reis und Kartoffeln mit Bohnen und Weißkohl, Bananen, Orangen und Papaya. Die zahlreichen Mango-Bäume schmachten wir zwar an, reif werden sie leider erst im Dezember! Dazu gibt es Fleisch von den Haus- und Hoftieren oder Fisch aus dem Nyassa See. Durch die Vermittlung von Pfarrer Silverius können wir auch den Fischfang eine Nacht lang hautnah auf dem Wasser erleben – sehr zur Sorge unserer tansanischen Freund:innen, die als Nichtschwimmer:innen großen Respekt vor dem See haben. Während in Deutschland fast jedes Kind schwimmen lernt, können in Tansania nur die schwimmen, die am Wasser aufgewachsen sind.</p><p>Unsere gemeinsame Zeit beenden wir mit einer Safari im Nyerere-Nationalpark. Nicht nur für uns, auch für viele der tansanischen Teilnehmenden ist es das erste Mal, dass sie Tiere wie Giraffen, Elefanten und Löwen in freier Wildbahn erleben. Schwer zu sagen, bei wem die Augen größer sind.</p><p>Nach diesem gemeinsamen Highlight zum Abschluss heißt es Abschied nehmen. Aber nicht, ohne Telefonnummern auszutauschen, um auch im Anschluss in Kontakt zu bleiben. Mit nach Deutschland nehmen wir viele neue Freundschaften und die tansanische Gewissheit, dass sich für jedes Problem eine Lösung finden lässt.</p><p><br />Die Jugendbegegnungsreise wurde gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend</p>]]></content:encoded><category>Startseite</category><category>Partnerschaftsarbeit</category></item></channel></rss>