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Die Richtung stimmt!

BDKJ zieht überwiegend positive Bilanz zum Ende der Jugendsynode und fordert weitere Schritte in Deutschland

Düsseldorf/Rom, 28. Oktober. Zu der heute in Rom zu Ende gegangenen Jugendsynode zieht der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ein überwiegend positives Fazit. „Die Synode hat bewiesen, dass die Themen, die jungen Menschen wichtig sind, dann in der Kirche vorkommen, wenn man sie selbst fragt, auf sie hört und einen Dialog auf Augenhöhe mit ihnen führt. Dieses Prinzip gilt es nun auf allen Ebenen der Kirche - von der Pfarrei bis zur Ebene der Bischofskonferenz – fortzuführen“, sagte der BDKJ-Bundesvorsitzende Thomas Andonie, der als einer von insgesamt 49 Auditores (Gasthörer*innen) an der Synode teilnahm.
 
„Es war eine große Ehre für mich, hier bei der Synode die jungen Menschen aus Deutschland zu vertreten. Bei einigen Themen haben wir gute Fortschritte gemacht, beispielsweise bei der Frage nach Frauen in Leitung der Kirche. Die Umsetzung dieses Anliegens der Synode duldet nun keinen Aufschub und unsere Bischöfe in Deutschland sollen wissen, dass sie sich darin der vollen Unterstützung des BDKJ sicher sein können“, so Andonie.  
 
Ebenfalls bei der Jugendsynode besprochen wurde das Thema der sexualisierten Gewalt. „Es war wichtig, dass die Synode auch dieses Thema aufgegriffen hat. Dieses Unrecht muss – sowohl im Einzelfall, als auch strukturell – entschlossen aufgearbeitet, bekämpft und beendet werden!“, so der Bundesvorsitzende. 
 
BDKJ-Bundespräses Pfr. Dirk Bingener zeigte sich erfreut darüber, dass das Thema der Begleitung junger Menschen auf der Synode breiten Raum einnahm. „Ich denke, es ist deutlich geworden, dass sich junge Menschen zuerst selbst die besten Begleiterinnen und Begleiter sind. Diese Fähigkeit braucht allerdings Ausbildung und Unterstützung. Wir dürfen die jungen Leute damit nicht im Stich lassen und brauchen wieder mehr geeignete Seelsorgerinnen und Seelsorger in der Jugendpastoral“, so Bingener. Im Nachgang der Jugendsynode müsse intensiver darüber nachgedacht werden, wie neue Wege und Bedingungen für pastorale Berufe im Sinne des Beschlusses des BDKJ „Kirche bewirbt sich“ aussehen könnten. Es brauche eine Berufungspastoral, die alle jungen Menschen in den Blick nimmt und die von allen jugendpastoralen Akteuren aktiv mitgestaltet wird. „Ich halte den Dialog dazu jetzt für enorm wichtig“, so Bingener abschließend. 
 
Kritik äußerte der BDKJ-Bundesvorsitzende Thomas Andonie im Hinblick auf die Frage des Umgangs der Kirche mit homosexuellen Partnerschaften: „Es scheint der Kirche unglaublich schwer zu fallen, Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind. In der Bewertung dieser Frage stelle ich aber auch eine große Spannung unter den Bischöfen selbst fest.“
 
Der BDKJ war die gesamte Dauer der Synode über in Rom vertreten. In einer eigens eingerichteten Wohngemeinschaft (WG), dem sogenannten „Romeoffice“, empfingen Vertreter des BDKJ – darunter die Bundesvorsitzende Katharina Norpoth, der Bundesvorsitzende Thomas Andonie, Bundespräses Pfr. Dirk Bingener und Simon Linder, Referent für Kirchenpolitik und Jugendpastoral, – verschiedene Gäste zum intensiven Austausch. Zu den WG-Gästen zählten unter anderem Jugendbischof Stefan Oster SDB, Frère Alois, Prior von Taizé, Pater Clemens Blattert SJ, Experte bei der Jugendsynode und Gründer der Zukunftswerkstatt in Frankfurt a.M., Julia Braband, Vertreterin des Lutherischen Weltbundes bei der Jugendsynode, und Schwester Nathalie Becquart, ehemalige Leiterin der Jugendpastoral in Frankreich.
 
Hintergrund:
Bei der XV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode haben rund einen Monat lang (3. bis 28. Oktober) Bischöfe und Laien aus aller Welt das Thema „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“ beraten. Insgesamt nahmen an der Synode 267 Bischöfe, 23 externe Fachleute und 49 Gasthörer*innen teil.

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