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Die Vielfalt des Bistums gezeigt

Stiftung „Jugend ist Zukunft“ vergibt Bischof-Stangl-Preis für kontinuierliche kirchliche Jugendarbeit – Motto „katholisch.politisch.aktiv“ – Schönstatt-Mannesjugend, KjG Mömlingen und Pfarrjugend Kirchlauter ausgezeichnet – Sonderpreis für KjG Goldbach – Silbernes BDKJ-Ehrenkreuz für Peter Gehring

Würzburg (POW) Die Schönstatt-Mannesjugend (SMJ), die Katholische junge Gemeinde (KjG) Mömlingen (Dekanat Obernburg) und die Pfarrjugend Heilige Länder Kirchlauter (Dekanat Haßberge) sind mit dem Bischof-Stangl-Preis 2019 ausgezeichnet worden. Bei einer Feierstunde am Samstagabend, 30. November, im Kilianeum-Haus der Jugend in Würzburg unter dem Motto „katholisch.politisch.aktiv“ vergab die Stiftung „Jugend ist Zukunft“ des Diözesanverbands Würzburg des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) die jeweils mit 300 Euro dotierten Preise. Einen Sonderpreis über die gleiche Summe erhielt die KjG Goldbach. Insgesamt hatten sich 18 Gruppen aus dem ganzen Bistum beworben. Im Rahmen der Feier wurde zudem Peter Gehring, Leiter des Jugendhauses Thüringer Hütte, für seine langjährigen Verdienste um die Jugendarbeit mit dem Ehrenkreuz des BDKJ in Silber ausgezeichnet. „Es ist Euch gelungen, das Bistum in seiner ganzen Bandbreite darzustellen“, lobte Bischof Dr. Franz Jung die Bewerber.

Mit dem Bischof-Stangl-Preis werde „kontinuierliche, hochwertige Jugendarbeit“ ausgezeichnet, sagten die Moderatoren Christina Lömmer und Sebastian Dietz vom Vorstand des BDKJ. „Ihr macht jeden Tag die Welt ein Stückchen besser.“ In diesem Jahr würden erstmals drei gleichwertige Preise verliehen, um die Vielfalt kirchlicher Jugendarbeit noch besser herausstellen.

Die Schönstatt-Mannesjugend, Preisträger in der Kategorie „katholisch“, habe eine sehr eigene Art des Ausdrucks und der Befassung mit dem Glauben, sagte Vanessa Eisert, ehrenamtliche BDKJ-Diözesanvorsitzende, in ihrer Laudatio. Ein zentraler Punkt sei es, aktuelle Themenfelder zu suchen, die junge Menschen bewegen, und diese durch intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben zu verknüpfen. Als Beispiel nannte Eisert die diesjährige Bündniskreistagung unter dem Motto „BüTa for Future“. Dabei hätten sich die Teilnehmer mit der Klimagesetzgebung beschäftigt und praktische Übungen wie den Einkauf in einem Unverpackt-Laden gemacht. In der Predigt sei dann das Thema „BüTa for Future“ aufbereitet worden. „Wir schätzen Euren Ansatz des Glaubens, welcher den Alltag mit dem Glauben verknüpft, da dies die ureigene Botschaft des christlichen Glaubens ist und Ihr damit ein echtes Vorbild für katholisch sein seid“, sagte Eisert.

Die KjG Mömlingen, Preisträger in der Kategorie „politisch“, sei seit 45 Jahren politisch aktiv, sagte Laudatorin Lömmer. Zwei große Themen seien die Partnerschaft mit Tansania und die Eine-Welt-Arbeit. Die KjG mache sich stark für fairen Handel und sei unter anderem daran beteiligt gewesen, dass Mömlingen Fairtrade-Gemeinde wurde. Sie mache sich stark für den fairen Handel, sei in den Gremien der Kirchengemeinde politisch aktiv und bringe durch drei gewählte Mitglieder die Perspektive junger Menschen in den Pfarrgemeinderat ein. Besonders hob Lömmer das Projekt „Kinderstadt Mini-Mömlingen“ hervor. Kinder ab der vierten Klasse konnten dabei spielerisch die Idee einer Stadt gestalten, indem sie etwa Berufe ausprobierten oder einen eigenen Gemeinderat und Bürgermeister wählten. „Ihr seid Vorbild und Ansporn in dem, wie Ihr Jugendverbandsarbeit vor Ort gestaltet, Demokratie lebt und Eure Mitwelt dadurch prägt“, sagte Lömmer.

Das Zeltlager der Pfarrjugend Heilige Länder Kirchlauter, Preisträger in der Kategorie „aktiv“, habe seit mehr als 30 Jahren „Strahlkraft weit über den einzelnen Ort hinaus“, sagte Dietz in seiner Laudatio. „Ihr bietet Euren Teilnehmern jedes Jahr die Möglichkeit, eine gute Woche wirklich wegzufahren an diesen Andersort Eures Lagers. Jedes Jahr mit einem anderen Motto, mit anderen Aktionen und Spielen, aber mit denselben wertvollen Begegnungen, dem Spaß und den Abenden am Lagerfeuer.“ Dabei gebe es in der Region keine starke Struktur an verbandlicher Jugendarbeit, auf die man zurückgreifen könne, erklärte Dietz. „Dafür aber ein bunt gemischtes Team mit Expertise aus den verschiedensten Berufen. Das Zeltlager wird vollständig von Euch und Eurer Oberleitung getragen. Mindestens genauso wichtig ist aber, dass sich das Ganze stetig erneuert.“

Über einen Sonderpreis für „katholisch-politisch-aktive kontinuierliche Jugendarbeit“ konnten sich die Mitglieder der KjG Goldbach freuen. Die Gruppe zeige, wie sehr die drei Begriffe ineinander gehen, sagte Bernhard Lutz, Geistlicher Leiter des BDKJ-Diözesanverbands: „Eine Gruppe, die sich im religiös-spirituellen Bereich genauso engagiert wie im politischen, die Kinder genauso im Blick hat wie die Umwelt, die im praktischen Miteinander das lebt, wovon sie überzeugt ist.“ Pastoralreferent Johannes Reuter, der diesen Preis gestiftet hat, stammt selbst aus Goldbach. Er berichtete, dass er in seiner Jugend bei den Ministranten und der KjG gewesen sei. „Das erste Zeltlager hatte für mich weitreichende Bedeutung. Von dann an hatte ich ein Herz für die Jugendverbandsarbeit.“

Grußworte der Schirmherren: „Ihr macht eine großartige Arbeit“

Er sei von der großen Zahl und der Bandbreite der Bewerbungen beeindruckt, sagte Bischof Dr. Franz Jung in seinem Grußwort. Es sei schön zu sehen, wie viele „Wegbereiter“ es im Bistum gebe. Der Preis werde zwar in drei Kategorien vergeben, aber eigentlich könne man diese gar nicht auseinandernehmen. Alle seien katholisch, aber auch aktiv und manchmal auch politisch. „Man kann von keiner Gruppe sagen, dass sie nur auf einer Spur fahren würde. Es zeigt, dass alles immer zusammengehört.“ Sehr beeindruckt war Bischof Jung auch davon, wie lange der Gruppen bereits existieren. „Manche gibt es seit 50 Jahren, andere wurden in den 1970er Jahren gegründet – das sind ganz lange, gewachsene Traditionen.“ Der Bischof forderte die jungen Leute auf, weiterhin „hellhörig zu sein, wo Euer Einsatz gefragt ist“.

„Es ist wahnsinnig wichtig, dass sich junge Menschen engagieren“, sagte Judith Gerlach, bayerische Staatsministerin für Digitales. Sie habe selbst als Kind und Jugendliche von den Angeboten der kirchlichen Jugendarbeit profitiert, von den Ministranten bis zum Zeltlager. „Man hat dort auch Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit bekommen. Es hat mir als Person unglaublich viel gebracht.“ Den jungen Menschen gab sie mit auf den Weg: „Ihr macht eine großartige Arbeit und seid Vorbilder für die, die nachkommen. Macht bitte weiter!“ Hochschulpfarrer Burkhard Hose betonte: „Es ist gut zu wissen, dass es immer noch Menschen gibt, die kirchlich aktiv sind.“ Viele der Gruppen, die sich um den Bischof-Stangl-Preis beworben habe, kenne er noch aus seiner Zeit als Kaplan. In der Jugendarbeit habe er gelernt, was es heiße, kirchlich aktiv zu sein. „Wo man aktiv ist, hat es auch manche Risiken, man mischt sich ein und wird schnell auch mal politisch.“ Er wünschte allen Gruppen den Freiraum, um ihre Ideale entfalten zu können. „Und ich wünsche Euch Durchhaltevermögen in Zeiten, in denen es manchmal schwierig ist, Haltung zu bewahren.“

Silbernes Ehrenkreuz für Peter Gehring

Im Rahmen der Feier wurde zudem Peter Gehring für seinen langjährigen ehrenamtlichen Einsatz in der Jugendarbeit von KjG, BDKJ und Pfarrei mit dem Ehrenkreuz des BDKJ in Silber ausgezeichnet. Gehring sei 1994 Gründungsmitglied der KjG-Pfarrgruppe in Hirschfeld sowie viele Jahre Kreisvorstand des BDKJ in Schweinfurt und Bezirksleiter des KjG-Bezirks Schweinfurt-Haßberge gewesen, sagte Lutz in seiner Laudatio. „Neben der Gremienarbeit war ihm die Ausbildung der Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter sehr wichtig.“ Zudem habe sich Gehring in Hirschfeld im Pfarrgemeinderat engagiert, davon vier Jahre als Vorsitzender, und sei bei der Errichtung der Pfarreiengemeinschaft beteiligt gewesen. Darüber hinaus sei er mehr als zwölf Jahre Mitglied und zuletzt auch Vorstand des Fördervereins Thomas Morus gewesen, der sich vor allem um die Trägerschaft des KjG-Hauses Schonungen und der dortigen Jugend-Umweltstation kümmere.

In der Außenwirkung der Kirche dominierten derzeit die negativen Dinge, stellte Gehring fest. „Es geht zu wenig um den Gedanken der Frohen Botschaft. Doch es gibt viele, die Jugendarbeit machen und ihre Zukunft in der Kirche sehen. Lasst uns die Botschaft dieses Abends nach außen tragen“, forderte er auf.

Die Preisverleihung endete mit einem spirituellen Impuls durch Pastoralreferent Bernhard Lutz, Geistlicher Leiter des BDKJ. Der Abend wurde musikalisch gestaltet von der Band „Soulfire“ aus Aschaffenburg.

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